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Der Femtosekundenlaser

Die LASIK-Behandlung besteht im Wesentlichen aus 2 Schritten:

  1. Trennen des Flaps von der Hornhaut mit dem Mikrokeratom oder mit dem Femtosekundenlaser
  2. Refraktive Behandlung mit dem Excimer-Laser

Den hohen Erwartungen an den Femtosekundenlaser, der erstmalig 2004 von wenigen Kliniken in Europe eingesetzt wurde, haben sich kaum erfüllt. Den vollen Versprechungen in der Werbung der Kliniken stehen leider viele neue Probleme gegenüber.

Der Femtosekunden-Laser in der Theorie

Femtosekunden-Laser arbeiten mit Pulsen, die nur 10 hoch -15 Sekunden (eine millionstel einer milliardstel Sekunde) dauern. Zur Veranschaulichung: In 1 Sekunde erreicht ein Lichtstahl von der Erde ausgesendet den Mond oder umkreist siebeneinhalbmal die Erde. Während einer Femtosekunde umkreist ein Lichtstrahl lediglich ein Teil eines Haares.

Die Energie des Femtosekunden-Lasers durchdringt die äussere Schicht der Hornhaut bis sie die vorher exakt definierten Fläche erreicht. Der computergesteuerte Femtosekunden-Laser arbeitet wie ein Scanner von einem Hornhautrand zum gegenüberliegenden. Der Lasers produziert flächig kleinste Bläschen in der exakt gewünschten Tiefe. Der Flap kann über diesen Bläschen anschliessend wie bei der klassischen LASIK angehoben und zur Seite geklappt werden. Das umliegenden Gewebe wird weder durch Wärme noch durch Schall verändert. Die anschliessende Behandlung mit dem Excimer Laser ist identisch mit der der klassischen LASIK.

Die Vorteile der Femto-LASIK gegenüber einer klassischen LASIK, bei der der Flap mit dem Mikrokeratom geschnitten wird:

  1. Flapdicke und Flapdurchmesser können noch präziser bestimmt werden. Vor allem die Flapdicke kann im Gegensatz zum Mikrokeratom fast 100% genau bestimmt werden und hat über die gesamte Ausdehnung die gleiche also parallele Dicke. Dadurch ist der Flap insgesamt stabiler.
    schnitt_mikrokeratom.jpg
    schnitt_carriazo_pendular.jpg
    Schnittprofil eines herkömmlichen Mikrokeratoms 
    Schnittprofil des Femtosekundenlasers 
  2. Mit dem computergesteuerten Femtosekunden-Laser werden schnittbedingte Komplikationen wie "button-hole", inkomplette oder abgetrennte Flaps vermieden.
  3. Mit dem Femtosekunden-Laser können neben der Flapdicke auch der Flapdurchmesser für jeden Patienten individuell und äußerst präzise eingestellt werden. Es werden deutlich weniger zu dünne oder zu dicke Hornhautlamellen geschnitten. Der Eximer-Laser modelliert die Hornhaut in der exakt voraus berechneten Tiefe und die Position des Scharniers kann noch präziser bestimmt und z.B. einer vorhandenen Hornhautverkrümmung angepaßt werden.
  4. Die Möglichkeit der Induzierung einer Hornhautverkrümmung wird auf ein Minimum verringert.
  5. Das Infektionsrisiko ist noch geringer als bei der klassischen LASIK, da kein mechanisches Instrument mit der Schnittfläche in Kontakt kommt
  6. Patienten mit einer für eine klassische LASIK-Behandlung kritischen Hornhautdicke, zu spitzer oder zu flacher Hornhaut, können damit für einen Augenlasereingriff wieder in Frage kommen.

Doch: Neue Technik = Neue Probleme

Die Versprechungen der Werbung
Die Fakten in der Praxis
Femtosekunden-Laser
Mikrokeratom
Der Femtosekunden-Laser schont das Auge Die Präparation des Flaps erfordert den Ansatz einer "Arbeitsplattform" für ca. 2 Minuten, in denen der Augendruck stark erhöht wird. Dies führt zu massivem Stress für die Netzthaut und die Durchblutung. Beim Schnitt des Mikrokeratoms wird der Augendruck nur für ca. 10 Sekunden erhöht. Dies wird bei einem gesunden Auge ohne Probleme toleriert.
Der Femtosekunden-Laser präpariert den Flap berührungslos Der Femtosekunden-Laser ist ein eigenständiges Gerät, etwa in der Größe des Eximer-Lasers. Die "Arbeitsplattform" wird über eine Hydraulik am Auge angesetzt. Dieser Vorgang ist für den Patienten nicht angenehm. Die zu trennende Fläche wird zwar nicht mechanisch berührt umso mehr jedoch die Augenoberfläche. Beim Mikrokeratom wird am Auge eine "Arbeitsbühne" angesaugt, die zur Aufnahme des Mikrokeratoms dient. Dies geht jedoch sehr schnell und der Patient sieht kaum Details.
Der Femtosekunden-Laser präpariert den Flap besonders glatt.

Der Femtosekunden-Laser kann nicht kontinuierlich schneiden, sondern verdampft das Hornhautgewebe punktförmig. Zwischen den Punkten bleibt immer etwas Gewebe stehen, dass beim Anheben des Flaps aufgerissen wird.

Bewegt der Patient das Auge zu stark, unterbricht der Femtosekundenlaser seine Arbeit und es muss ein zweiter Anlauf genommen werden, was dazu führen kann, dass der Flap nicht zu öffnen ist.

Das Mikrokeratom führt computergestützt in einem Zug einen glatten Schnitt aus. Es gibt dabei keine Gewebebrücken und der Flap muss nur noch leicht angehoben werden.

Augenbewegungen spielen keine Rolle, da das Mikrokeratom sich mit dem Auge bewegt.

Die Heilung einer LASIK unter Verwendung des Femtosekunden-Lasers ist besonders schnell. Um die 20% der Patienten klagen über eine Blendempfindlichkeit, die mehrere Monate anhalten kann (Transient Light Syndrome - TLS). Eine Cortisonbehandlung ist dabei meistens erforderlich. Das Transient Light Syndrome (TLS) tritt beim Mikrokeratom nicht auf.
Der Femtosekunden-Laser optimiert die LASIK Die durch den Femtosekunden-Laser produzierten Luftblasen in der Hornhaut entweichen erst in ca. 15 Minuten - erst dann kann die eigentliche Korrektur mit dem Eximer-Laser beginnen. Die Gefahr der Austrocknung des Flaps ist dadurch besonders groß. Sofort nach dem Schneiden des Flaps mit dem Mikrokeratom kann der Eximer-Laser mit seiner Arbeit beginnen. Eine Austrocknung des Flaps ist praktisch ausgeschlossen.
Der Femtosekunden Laser kann sehr dünne Flaps präparieren. Der Femtosekunden-Laser kann theoretisch jede programmierte Tiefe erreichen. Bisher ist die Schwankungsbreite der Schnitttiefe jedoch noch größer als 30%. Zudem kann der Flap nicht beliebig dünn präpariert werden, das sonst Falten des Flaps das Ergebnis zunichte machen können. Die Schnitttiefe ist nicht so variabel wie beim Femtosekundenlaser, aber gut vorhersagbar und millionenfach erprobt. Bei zu dünner Hornhaut sind momentan noch die LASEK oder die PRK die bessere Wahl.

Die Weiterentwicklung der Femtosekundenlaser geht jedoch mit Riesenschritten voran und die Kinderkrankheiten werden bald vergessen sein. Momentan bietet er aber noch keine messbaren Vorteile.

Bitte bedenken Sie: Viele Kliniken haben sich schon frühzeitig einen teuren Femtosekundenlaser angeschafft und die Anwendung muss natürlich verkauft werden, damit sich die Investition amortisiert.
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Weihnachtslasik

Weihnachten in Istanbul
Die Anatoliagöz Augenklinik ist an den Weihnachtstagen für LASIKTEAM-Patienten geöffnet:
21.-24. Dez.
25.-28. Dez.

28.-31. Dez.

Festpreis

Die LASIK-/LASEK-Behandlung kostet in der Anatoliagöz Augenklinik
nur 850,- € für
beide Augen zusammen. Zuzüglich Flug und Hotel.

Termine

Unsere persönlich betreuten LASIK-Termine sind jeweils
  • sonntags bis mittwochs
  • donnerstags bis sonntags
  • dienstags bis freitags

Bitte beachten:
Vor der LASIK dürfen weiche Kontaktlinsen 10 Tage nicht mehr getragen werden, bei harten Linsen sind es 4 Wochen.
Alterssichtigkeit (Lesebrille)
ist mit LASIK nicht behandelbar sondern nur Kurz- oder Weitsichtigkeit sowie Hornhautverkrümmung.